Jeudi 22 novembre 2007 4 22 /11 /2007 03:02

 

Ankunft-auf-Panama.JPG

 

Zuerst, eine wichtige Nachricht: Meine Flugangst gehört definitiv der Vergangenheit an: Von Bocas nach Panama City haben wir ein kleines Flugzeug der Air Panama genommen und ich habe höchstens ein wenig Herzklopfen verspürt. Wer hätte das gedacht? Ein Problemchen weniger!

 

Bevor wir angekommen sind, hatten wir San José im Kopf. Schnell haben wir gemerkt, dass Panama City nicht in der gleichen Liga spielt. Es ist mehr mit einer europäischen oder einer amerikanischen Stadt vergleichbar. Dort ist es viel entwickelter, viel sicherer, viel offener, als in San José. Einige Indizien sprechen für sich selbst:

-        Man kann sein Auto überall lassen, ohne einen bewachten Parkplatz suchen zu müssen und die Häuser sind nicht eingezäunt mit Gittern, die das Gefühl geben, sich in einem Käfig zu befinden.

-        Es ist sauberer und man arbeitet an der Lebensqualität (Plakate versuchen die Leute dazu zu bringen, den Müll in Eimer zu schmeißen, eine japanische Firma hat die Aufgabe, die Gewässer und den Strand der Stadt zu reinigen, damit die Leute in einigen Jahren wieder baden können).

-        Es stinkt nicht dauerhaft.

-        Wir haben keinen ernsten Stau gesehen, sogar während des Berufsverkehrs.

-        Die Leute interessieren sich für die Touristen und freuen sich darauf, unsere Fragen über ihre Stadt und ihr Land zu beantworten.

-        Es gibt eine Tourismuspolizei, die wirklich willens ist zu helfen!

Dank der Polizei konnten wir übrigens die Stadt für wenig Geld besichtigen. Wir hatten einen sehr freundlichen Polizisten, der eine an unsere Bedürfnisse angepasste Tour gemacht hat. In 5 Tagen konnten wir folgendes sehen:

-        Die Altstadt (high light: die speziellen Vögel, die im Präsidentenpalast herumlaufen. Es ist eine Tradition).

-        Die Ruinen der ersten Stadt Panama (fast 500 Jahre alt).

-        Die neue Stadt, die einer amerikanischen City ähnelt.

-        Mi pueblito (Nachahmung eines typischen Panameischen Dorfes).

-        Die Insel Taboga.

-        Die Zugfahrt entlang des Kanals zwischen Panama und Colon

-        Und natürlich den Kanal mit seinen Schleusen (Miraflores: sein Museum, der Aussichtspunkt)

 

Es gibt noch eine kleine Anekdote zu erzählen:

Nach einer kurzen Wanderung auf einen Hügel, der eine wunderschöne Sicht über die Stadt bietet, sahen wir eine Amerikanerin und einen Amerikaner, die extrem aufgeregt waren. Die Amerikanerin lag im Gras und drückte dauernd den Knopf eines kleinen Apparates. Es war ein Zähler. Sie sagte, sie käme seit 7 Wochen jeden Tag hierher und sie hätte so was noch nie gesehen. Nach kurzer Zeit haben auch wir den Kopf gehoben: Es gab tausende Zugvögeln, Aasgeier, die auf dem „Flug“ von den Vereinigten Staaten nach Argentinien waren. Selbstverständlich war der Anblick für uns ebenfalls eine Premiere! Es war sehr eindrucksvoll.

Weiter gedacht gefiel mir die Idee, dass gewisse Personen eine so große Liebe für eine Sache empfinden, dass sie zu allem bereit sind, um ihr Ziel zu erreichen. Und wenn diese Liebe nur darin besteht, die Grazie und die Harmonie von im Himmel tanzenden Vögeln zu beobachten und zu bewundern, erfüllt es mich mit einer gewissen Genugtuung. Ja, es freut mich zu sehen, dass es noch Leute gibt, welche eine tiefe Freude gegenüber Ereignissen fühlen können, die im ersten Blick alltäglich erscheinen.

 

Par Aurelie - Publié dans : PANAMA
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